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Von Hochzeiten und Elefanten

Ich melde mich zurück!

Alle Beteiligten haben die Hochzeit gut überstanden, was im Vorfeld gar nicht so aussah. Mein Bruder, der Bräutigam, war stark erkältet und Kathrin bekam am Freitag 39,7° Fieber. Es regnete in Strömen und der Wetterbericht verhieß nichts Gutes.

Aber dank Doping (wir dürfen ja! ) waren Bräutigam und Blumenkind rechtzeitig fit, und als das Brautpaar sich in der Kapelle die Treue versprach, kam die Sonne heraus. So konnten sie nach der Trauung im Sonnenschein die Glückwünsche entgegennehmen und die obligatorischen Fotos schießen. Und mein "kleiner" Bruder ist jetzt auch unter der Haube.

Themenwechsel: Einige von Euch haben Interesse geäußert zu erfahren, wie der kleine Elefant aus Ebenholz vom "Indisch Rot"-Bild in unseren Besitz gekommen ist.

Ich habe schon mal erwähnt, dass mein Mann und ich einige Zeit in Afrika, genauer gesagt Kamerun, verbracht haben. Dort oben im trockenen, heißen Norden in der Halbwüste Richtung Sahara gibt es eine Krankenstation unserer Missionsgesellschaft. Dort haben wir gelebt und gearbeitet.

Die Gegend ist beherrscht vom Animismus und Islam, viele Menschen sind sehr arm. Die Kinder dort sterben an Krankheiten, die unsere hierzulande locker wegstecken würden, wie Durchfall oder Masern. Auch Hirnhautentzündung kommt häufiger vor, dazu alles, was man auch in deutschen Wartezimmern findet plus die Tropenkrankheiten, allen voran Malaria.

Wir haben z. B. Impfaktionen gegen Hirnhautentzündung durchgeführt, unterstützt von der WHO, oder Sojamehl an Mütter mit Babys verteilt, damit sie ihnen Brei kochen konnten. Es ist erschreckend, wie viele Kinder unterernährt sind, obwohl Kamerun doch eigentlich ein fruchtbares Land ist. Aber wie so vieles im Leben ist es ungerecht verteilt.

Eines Tages kam ein Mann auf unsere Station und sagte, sein Sohn sei krank, aber er habe kein Geld für die Behandlung. In Kamerun gibt es keine Krankenversicherung, daher ist es üblich, für die Behandlung zu bezahlen, und zwar im Voraus. Wer nicht bezahlen kann, wird nicht behandelt, auch wenn er sterbenskrank ist. Pech gehabt! So radikal sind die meisten staatlichen Einrichtungen.

Um diesen Missständen entgegenzuwirken, hat die Full Gospel Mission in Kamerun vier Krankenstationen gebaut. Dort arbeiten u. a. deutsche und Schweizer Krankenschwestern und -pfleger, aber hauptsächlich Einheimische. Mindestens eine weitere ist geplant. In diesen Stationen wird jeder Patient behandelt, egal ob arm oder reich. Für ganz Arme gibt es eine Art Notfallfonds, aus dem die Behandlung bezahlt wird, andere bekommen einen verbilligten Preis. Aber weggeschickt wird niemand.

Es kam also dieser Mann, der kein Geld für die Behandlung seines Jungen hatte, und sagte, er sei Schnitzer von Beruf. Wenn wir ihm ein paar seiner Schnitzereien abkaufen würden, könnte er die Behandlung bezahlen. Und dann packte er seine Werke aus, lauter Tiere, die es in Kamerun gibt. Er hat ein Buch, wo die Tiere abgebildet sind, danach schnitzt er.

Natürlich hat er ein paar Schnitzereien verkauft, und sein Sohn wurde auch wieder gesund. Und weil uns die Tiere so gut gefielen, haben wir noch ein paar bei ihm bestellt. Antilopen, Nashörner, Giraffen und natürlich Elefanten eigneten sich gut als Mitbringsel für die Lieben daheim. Aber diese zwei sind heute noch bei uns und erinnern uns an den Schnitzer und seinen Sohn.



Ich wünsche Euch eine schöne neue Woche!
25.6.07 16:39
 



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